Die Kurzsichtigkeit betrifft immer mehr junge Menschen. Ein neues Brillenglas hilft, ihr Fortschreiten bis zu 60 % zu verlangsamen. Wie das funktioniert, erklären die Spezialisten von Volz Optik in Thun.

Unsere Kinder verbringen immer mehr Zeit an digitalen Endgeräten und gönnen den Augen weniger Zeit im Freien. Dadurch beeinflussen sie das Augenwachstum negativ und das Risiko eines Sehfehlers in Form einer Kurzsichtigkeit steigt erheblich. Dies ist insbesondere aufgrund der möglichen Spätfolgen daraus nicht zu unterschätzen.

Das Fortschreiten der Kurzsichtigkeit, auch Myopie genannt, lässt sich heute im Kindesalter mit neuen Methoden um bis zu 60 % verlangsamen. Dafür gibt es verschiedene Ansätze. Zum Beispiel mit spezifischen Kontaktlinsen, medikamentös und neu auch mit dem einzigartigen Brillenglas MiYOSMART.

Kurzsichtigkeit bei Kindern: Volz Optik in Thun hat sich auf diesem Gebiet gezielt weitergebildet und spezialisiert. Die Inhaber, Markus Zundel und Marco Weber, beantworten die häufigsten Fragen.

60 Prozent langsamere Entwicklung der Kurzsichtigkeit – das wäre ja genial?

Markus Zundel: Ja, im Idealfall kann das tatsächlich erreicht werden. Dahinter verbirgt sich eine tolle Neuentwicklung. Ein Brillenglas, das durch seine Korrekturwirkung das Längenwachstum des Auges bremst. Eine klinische Studie zeigte eine Verlangsamung des Fortschritts der Kurzsichtigkeit von bis zu 60 Prozent im Vergleich zur Korrektur mit herkömmlichen Brillengläsern. Ein ähnlicher Erfolg verspricht die Korrektur mit spezifischen Kontaktlinsen, welche wir ebenfalls anpassen.

Und wie funktioniert das mit einer Brille?

Marco Weber: In das Glas sind in einer Wabenstruktur Elemente eingebaut, die für die spezielle Korrekturwirkung sorgen. Die Technologie hat mehrere renommierte Preise gewonnen. Wir sind stolz, dass wir MiYOSMART als Spezialist in Thun anbieten können.

Sie empfehlen eine Abklärung bei ersten Anzeichen, warum ist das so wichtig?

Markus Zundel: Ja, es sind die möglichen Spätfolgen, die uns Sorgen bereiten. Eine starke Kurzsichtigkeit kann sich negativ auf die Entwicklung des Kindes auswirken und hat langfristige Folgen auf die Augengesundheit. Konkret steigt das Risiko, Jahrzehnte später an einem Grünen oder Grauen Star, einer Netzhautablösung oder an einer Makuladegeneration zu erkranken.

Die Gründe sind offensichtlich. Können Eltern zusätzlich unterstützen?

Marco Weber: Ja, das ist sogar sehr wichtig. Für die gesunde Entwicklung von Kinderaugen kann tatsächlich etliches unternommen werden: Kinder sollten möglichst viel Zeit im Freien verbringen, auf genügend Abstand beim Arbeiten in der Nähe achten und regelmässig Pausen einschalten bei längeren Naharbeiten. Dadurch gönnen sie den Kinderaugen die wichtige Entspannung und pausieren gleichzeitig von der Nahtätigkeit.